Installation Oracle Application Express (APEX) 18.1 und Konfiguration des Embedded PL/SQL Gateway

Möchten Sie Oracle APEX in der Version 18.1 mit dem Embedded PL/SQL Gateway installieren und so eine eigene lokale Entwicklungsumgebung einrichten, finden Sie hier eine entsprechende Anleitung.

Ausgehend von einer bereits installierten Datenbank – in diesem Fall eine Oracle XE auf einem Windows System – sind die folgenden Schritte notwendig, um Apex in der Version 18.1 einzurichten. APEX 18.1 setzt eine Oracle Datenbank 11.2.0.4 oder höher, inklusive der  Enterprise Edition oder der Express Edition (XE) voraus.

Eine ausführliche Beschreibung, wie Sie APEX 18.1 auch mit anderen Web-Servern einrichten können, finden Sie im Oracle Application Express Installation Guide.

APEX herunter laden

Oracle bietet APEX 18.1 zum Download auf über sein TechNet über diesen Link an: http://www.oracle.com/technetwork/developer-tools/apex/downloads/index.html

Abbildung 1: Download apex_18.1.zip

Hier können Sie – wie in Abbildung 1 dargestellt – zwischen einer All language Variante und einer reinen Version in Englischer Sprache wählen. In diesem Tutorial wird die multilinguale Version verwendet.

Um das ZIP-Archiv herunterladen zu können, müssen Sie sich vorher bei Oracle registrieren und die Lizenzbedingungen akzeptieren.

Archiv entpacken

Öffnen Sie nun das ZIP-File mit einem entsprechenden Entpacker (hier z.B. 7zip) oder mit Windows und entpacken Sie den Ordner apex direkt nach C:\.

Abbildung 2: Apex entpacken

APEX installieren

Nach dem Entpacken der Datei öffnen Sie eine Einganbeaufforderung (cmd.exe) und begeben sich in das apex Verzeichnis cd c:\apex. Dort starten Sie sqlplus und melden sich an Ihrer Datenbank mit sys as sysdba an. Führen Sie nun das APEX -Installationsskript @apexins.sql SYSAUX SYSAUX TEMP /i/ aus.

Abbildung 3: Apex installieren

Wenn alles fehlerfrei durchgelaufen ist, sollten Sie folgendes sehen.

Abbildung 4: Installationsskript fertig

Da Sie als Web-Server das EPG einsetzten, gelangen Sie später über diese URL zu Ihrer APEX-Entwicklungsumgebung: http://host:port/apex

Passwort des Instanzadministrators (zurück)setzen

Damit Sie später APEX verwalten können, benötigen Sie einen Instanzadministrator. Diesem können Sie initial über das Skript @apxchpwd.sql ein Passwort und eine EMail-Adresse zuweisen. Die einzelnen Schritte sehen Sie in Abbildung 5.

Abbildung 5: Admin Kennwort setzen

EPG konfigurieren und Bilder installieren

Jetzt müssen Sie noch das Skript @apex_epg_config.sql c:/ ausführen um u.a. in der Datenbank die Bilder über das Embedded Gateway zugänglich zu machen.

Abbildung 6: EPG config

Anschließend gilt es noch des User ANONYMOUS zu aktivieren. Das geht wieder mit Hilfe von SQLPLUS und diesem Befehl: ALTER USER ANONYMOUS ACCOUNT UNLOCK;

 


c:\apex>sqlplus

SQL>connect sys as sysdba

Enter password:

SQL>ALTER USER ANONYMOUS ACCOUNT UNLOCK;

HTTP-Port ändern und externen Zugriff gestatten

Jetzt sollten Sie noch prüfen, ob bereits ein HTTP-Port für den Zugriff auf den Web-Server definiert wurde. Das geht wie folgt:

Abbildung 7: HTTP-Port festlegen

Wenn Sie hier die Ausgabe 0 erhalten, können Sie die Port über diese Prozedur festlegen.


EXEC DBMS_XDB.SETHTTPPORT(8080);

Deutsche Sprachunterstützung installieren

Möchten Sie für Ihre APEX-Entwicklungsumgebung das deutsche Sprachpaket einrichten, sind diese Schritte durchzuführen. Da fast alle Dokumentationen und Bücher, die Sie zu APEX finden werden, mit der Englischen Oberfläche arbeiten, sollten Sie sich überlegen, ob Sie diesen Schritt durchführen.

Abbildung 8: Deutsches Sprachpaket

APEX starten

Für die Entwicklung von APEX-Anwendungen benötigen Sie im ersten Schritt einen sogenannten Workspace und einen Workspace-Administrator. Diese können Sie als Instanzadministrator hier in den Administration Services anlegen: http://localhost:8080/apex/apex_admin . Wie das genau geht, ist einem anderen Beitrag überlassen.

APEX starten Sie über diese URL: http://localhost:8080/apex und melden sich dann mit Ihren Zugangsdaten an.

Abbildung 9: APEX Anmeldung

Hier können Sie auch das jeweils gewünschte Sprachpaket auswählen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Oracle Application Express (APEX) 18.1.0.00.45 Download bereitgestellt

Oracle hat die Version 18.1 seiner Entwicklungsumgebung APEX zum Download bereitgestellt.

Den Versionssprung auf 18.1 hat Oracle übrigens über den “18 Geburtstag” von APEX erklärt.

Einen kurzen Überblick einiger neuer Funktionen finden Sie in dem Beitrag Neue Funktionen zum 18 Geburtstag.

Wenn Sie sich einen umfangreichen Eindruck über die technischen Möglichkeiten des neues Releases verschaffen möchten, können Sie sich, wie in dem Beitrag Installation Oracle Application Express 18.1 beschrieben eine eigene Entwicklungsumgebung einrichten.

APEX Application Archive (Teil 1) – Installation und Anwendungen archivieren

Mit der Packaged Application “APEX Application Archive” lassen sich Backups Ihrer Anwendungen erstellen. Mit einigen kleinen Erweiterungen, können Sie diesen Prozess auch automatisieren. Wie Sie diese Anwendung einsetzen und entsprechend erweitern können, können Sie dieser dreiteiligen Artikel-Serie entnehmen.

Bei der Anwendung “APEX Application Archive” handelt es sich, wie auch bei der in diesem Artikel vorgestellten Anwendung QuickSql, um eine sogenannte Packaged Application. Oracle stellt mit den Packaged Applications den Nutzern von APEX einige nützliche Werkzeuge zur Verfügung, die Sie auch produktiv einsetzen können.

Das Programm “APEX Application Archive” dient, wie der Name schon erahnen lässt, der Sicherung und Archivierung von APEX-Anwendungen. Sie können mit diesem Programm Anwendungsarchive erstellen, die eine oder mehrere Programme eines Workspaces enthalten können. Gespeichert werden diese Archive in entsprechenden Tabellen der Datenbank.

Interressant ist diese Anwendung im Entwicklungsprozess. Sie können so eine Versionierung bzw. Archivierung von Zwischenständen durchführen. Natürlich ist das auch manuell über die Exportfunktion des Application Builder zu erreichen. Allerdings müssen Sie sich bei dieser Variante um eine entsprechende Ablagestruktur im Filesystem kümmern.

Leider sieht die Anwendung keine automatische, z.B. zeitlich geplante Archivierung vor. Dieses Manko möchte ich allerdings in einem der nachfolgenden Artikeln durch eine eigene Lösung beheben.

APEX Application Archive installieren

Die Installation einer Packaged Application geht recht einfach von der Hand.

Im Application Builder klicken Sie einfach auf die Schaltfläche “Packaged Application”.

APEX Packaged Application installieren
Abbildung 1: APEX Packaged Application installieren

In der nächsten Seite werden Ihnen alle Packaged Applications der aktuellen APEX-Version (hier 18.1 EA) aufgelistet.

Filtern Sie diese nach den produktiv einsetzbaren Anwendungen, erhalten Sie die folgende Auflistung.

Abbildung 2: Produktiv einsetzbare Packaged Applications

Jetzt müssen Sie die Anwendung APEX Application Archive auswählen und im nächsten Fenster auf Installation klicken. Folgen Sie dann einfach dem Installations-Wizzard und schließen Sie den Vorgang ab.

Abbildung 3: APEX Application Archive installieren

Nach erfolgreicher Installation der Anwendung werden Sie nach der Anmeldung mit Ihrem APEX-Account beim ersten Start noch gebeten einige Parameter festzulegen.

Abbildung 4: Parameter APEX Application Archive

Fertig.

Anwendungen archivieren

Nach der Einrichtung der Anwendung, sehen Sie das Dashboard des “APEX Application Archive” Programms.

 

Abbildung 5: Application Archive Dashboard

Nun können Sie das erste Anwendungsarchiv anlegen. Betätigen Sie einfach die Schaltfläche “Archive Applications”.

Abbildung 6: Anwendung selektieren

In diesem Schritt wählen Sie eine oder mehrere Anwendung aus dem aktuellen Workspace aus.

Klicken Sie auf Next > .

Abbildung 7: Kommentar einfügen

Jetzt noch ein paar hilfreiche Informationen ergänzen und das Archiv mit “Create Archive” erstellen.

Bitte beachten Sie, dass die so erstellten Archive lediglich die selektierten APEX-Anwendungen enthalten. Die zugehörigen Datenbankobjekte wie Tabellen, Views, Packaged,usw. sind nicht enthalten. Um ein möglichst vollständiges Abbild eines Entwicklungs(zwischen)standes einer Applikation zu erhalten, empfehle ich Ihnen, die notwendigen DDL-Skripte in den Supported Objects der APEX-Anwendung zu hinterlegen.

Alternativ können Sie auch ein Dump-file mittels expdp (bzw. exp) erzeugen. Dies bringt allerdings den Nachteil mit sich, dass Sie sich wieder selber um die Versionierung der Dateien kümmern müssen.

Teil 2-Wiederherstellen und Exportieren

Im nächsten Teil dieser Beitragsreihe wird es um das Zurücksichern und Exportieren einer Anwendung gehen.

Wenn es Sie interessiert, wie es weiter geht, bestellen Sie doch den Newsletter von INFORMATIK-TRANSPARENT oder schauen Sie später noch einmal hier vorbei.

Beitragsübersicht

 

 

 

APEX Application Archive (Teil 2) – Anwendungen wiederherstellen

Im zweiten Teil der Beitragsreihe zur “APEX Application Archive” -Anwendung, geht es um das Wiederherstellen und das Herunterladen der archivierten APEX Anwendungen.

Im ersten Teil der Reihe habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie eine oder mehrere Anwendungen mit Hilfe des “APEX Application Archive” in einem Archive sichern können. Die Anwendungen speichert der “APEX Application Archiver” in der Tabelle APEX$ARCHIVE_CONTENTS in einem BLOB.

Um nun eine oder mehrere Anwendungen, die Sie so gesichert haben, wiederherzustellen,  können Sie auf zweierlei Arten vorgehen.

Für beide Varianten ist der Ausgangspunkt der Menüeintrag “Archived Content”. Über diesen gelangen Sie zu einem Interaktiven Grid, welches alle archivierten Applikationen auflistet.

Abbildung 8: Anwendungsarchiv auswählen

Hier können Sie über das Setzen entsprechender Filter die benötigte Version der Anwendung auswählen.

APEX-Anwendung wiederherstellen

Als erste Möglichkeit können Sie eine archivierte Anwendung direkt aus einem Archiv heraus recovern. Dazu sind aber einige Schritte notwendig.

Suchen Sie in der Tabelle “Archived Content” die wiederherzustellen dies  Anwendung. Klicken  Sie auf den  Button “Restore”, so wird Ihnen auf der nächsten Seite des Wizzards eine Zusammenfassung der gewählten Anwendungen präsentiert.

Abbildung 9: Restore Content

Wie in Abbildung 9 dargestellt, starten Sie die Extraktion über “Restore Content”.

Jetzt wird die Exportdatei aus dem Archiv geladen und direkt in Ihrem Workspace in das sogenannte “Export Repository” importiert.

Anschließend bekommen Sie eine Checkliste angezeigt, die Ihnen die nächsten Schritte zur Installation der Anwendung erklärt.

Abbildung 10: Checkliste Installation der Anwendung

Wechseln Sie nun in die APEX-Entwicklungsumgebung und dort in den “Application Builder” des zugehörigen Workspaces. Klicken Sie auf “Utilities”.

Abbildung 11: Export Repository

Wie in Abbildung 11 dargestellt geht es weiter über den Link Export.

Abbildung 12: APEX-Anwendung installieren

Danach betätigen Sie den Link “Export Repository”.

Abbildung 13:Export Repository

Nun öffnet Sie das Export Repository. In dieser Tabelle sehen Sie die zuvor extrahieren Version Ihrer Anwendung(en). Über den Link “Install” starten Sie den Anwendungs Import-Assistenten.

Dieser stellt Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So können Sie die Anwendung parallel zu der aktuellen Anwendung installieren. Der eigentliche Ablauf ist im Abschnitt “Install Database Application” beschrieben.

APEX-Anwendung herunterladen

Bei der zweiten Variante können Sie einfach ein Archiv selektieren und die gewünschten Anwendung als APEX-Exportfile herunterladen. Diese Datei können Sie dann über die Importfunktion des Application-Builders importieren.

Dabei gehen Sie so vor.

Der Ausgangspunkt ist wieder, wie bereits in Abbildung 8 gezeigt, der Menüpunkt “Archived Content”. Dort suchen Sie sich wieder die Anwendungsversion, die Sie herunterladen möchten.

Klicken Sie hier auf “Download”.

Jetzt wird die Anwendung als Exportfile über Ihren Browser heruntergeladen. Diese Datei können Sie nun in einem beliebigen Workspace importieren.

Dazu melden Sie sich an der APEX-Entwicklungsumgebung an und öffnen dort den “Application Builder”.

Im “Application Builder” gelangen Sie über das Icon “Import” zum Import-Wizzard.

Hier können Sie die eben extrahierte Datei auswählen. Den File Type belassen Sie bei “Database Application,…”. Über Next> gelangen Sie zur nächsten Seite des Import-Assistenten.

Wie bereits erwähnt, verläuft die Installation einer Anwendung bei beiden Varianten ab diesem Punkt gleich.

Install Database Application

Im Installations-Wizzards können Sie, wie in der Abbildung 14 gezeigt, festlegen, ob Sie die Anwendung mit der ursprünglichen oder einer neuen App-ID automatisch oder manuell versehen lassen möchten. Je nach Auswahl wird die vorhandene Version der Anwendung überschrieben oder als parallele Version installiert.

Abbildung 14: Import Database Application

Über “Install Application” geht es zum nächsten Schritt. Hier müssen Sie noch die Frage beantworten, ob Sie die “Supported Objects” installieren möchten.

Bei den “Supported Objects” handelt es sich  meist um DDL-Skripte, welche bei der Installation bzw. Update oder auch Deinstallation ausgeführt werden.  Diese “Supported Objects” sind Bestandteil einer Anwendung.

Hier sollten Sie sich im Klaren darüber sein, ob diese SQL- Skripte ausgeführt werden sollen. Im Zweifelsfall können Sie sich diese Skripte über den etwas versteckten Bereich Tasks in dieser Seite anzeigen lassen. Nach dem aufklappen der Tasks klicken Sie dazu einfach auf den Link “Preview Installation Script”. In dem sich nun öffnenden Fenster sind alle Skripte einsehbar.

Jetzt müssen Sie den Wizzard nur noch bis zu Ende folgen und dabei die Installation abschließend bestätigen.

APEX Application Archive (Teil 3) – Automatisieren mit dem dbms_scheduler

Im dritten Teil der Beitragsserie wird es um die automatische Erzeugung von Anwendungsarchiven gehen. Nutzt man darüber hinaus noch die Metadaten des APEX -Repositories, so lässt sich der Vorgang auch noch etwas smarter gestalten.

Beitragsübersicht

 

 

 

 

 

APEX Application Archive (Teil 3) – Automatisieren mit dem dbms_scheduler

Im dritten Teil der Beitragsserie geht es um die automatische Erzeugung von APEX-Anwendungsarchiven. Nutzt man darüber hinaus noch die Metadaten des APEX-Repositories, so lässt sich der Vorgang auch noch etwas smarter gestalten.

APEX-Anwendungen  sichern via. PL/SQL

Zu Beginn geht es darum herauszufinden, welche PL/SQL Funktion benötigt wird, um eine Anwendungsarchiv zu erzeugen.

Da die Funktion bereits in der Packaged Application “APEX Application Archive” genutzt wird, können Sie sich diese einmal ansehen.

Hierzu begeben Sie sich einfach in die Verwaltung der Packaged Applications.

Öffnen Sie dort die “APEX Application Archive”  und klicken Sie auf den Button “Manage’.

Abbildung 14: Unlock Application

Folgen Sie dem Wizzards und Entsperren Sie die Anwendung.

Jetzt können Sie die Anwendung wie gewohnt über den Application Builder bearbeiten.

Öffnen Sie die Seite 9. Dort finden Sie den Prozess der für die Archivierung der Anwendungen zuständig ist.

Abbildung 15: Archive Application

Der besseren Lesbarkeit wegen, habe ich Ihnen den Quellcode einmal heraus kopiert.

DECLARE
  l_vc_arr2 APEX_APPLICATION_GLOBAL.VC_ARR2;
  l_hdr_id number;
  z integer;
BEGIN
  l_vc_arr2 := APEX_UTIL.STRING_TO_TABLE(ltrim(rtrim(:P10_APPLICATIONS_TO_ARCHIVE,':'),':'));

  l_hdr_id := apex_cloud_archive.create_header(
                  p_workspace_id => :flow_security_group_id,
                  p_version => 1,
                  p_archive_name => :P5_ARCHIVE_NAME,
                  p_comments =>:P9_COMMENTS);

  FOR z IN 1..l_vc_arr2.count LOOP
    apex_cloud_archive.archive_applications(
       p_workspace_id => :flow_security_group_id,
       p_header_id => l_hdr_id,
       p_application_id => l_vc_arr2(z));
  END LOOP;
END;

Quellcode 1: Auszug aus Seite 9 der Oracle APEX Anwendung Archive Application

Wie Sie dem Listing entnehmen können, benötigen Sie die Funktion create_header und archive_applications.

Die Funktion create_header legt ein neues Archiv an. Diesem Archiv können Sie nun mit Hilfe der Prozedur archive_applications eine oder mehrere Anwendungen hinzufügen.

Abbildung 16: APEX Views – APEX_APPLICATIONS

Die Parameter, die Sie für den Aufruf der beiden Prozeduren benötigen, liefert die APEX-View APEX_APPLICATIONS.

Um beispielsweise die “Sample Database Application” mit der App-Id 507 zu sichern, können Sie folgenden PL/SQL Block ausführen.

Abbildung 17: Anwendung via. API archivieren

Ein Hinweis am Rande. Oracle schreibt auf https://apex.oracle.com/de/  (Stand 22.05.2018 ) folgendes zum Anpassen von Packaged Applications.

“[..] Application Express bietet eine Sammlung von 35 Geschäfts- und Beispielsanwendungen. Sie können diese Anwendundungen für Produktionszwecke einsetzen oder kopieren, editieren und als Grundlage für Ihre eigenen Anwendungen verwenden.[..]”

Smarte Sicherung durch Nutzung der APEX-Views

Kombiniert  man nun die APEX-View APEX_APPLICATIONS mit den Tabellen der Anwendung “Application Archive” kann man den Prozess noch etwas smarter gestalten. Über das folgende select-Statement ermitteln Sie notwendigen Parameter. Dabei wird allerdings geprüft, ob seit der letzten Archivierung überhaupt Änderungen an der zu sichernden Anwendung durchgeführt wurden.


select WORKSPACE_ID,APPLICATION_ID, APPLICATION_NAME
  from APEX_APPLICATIONS a
  where APPLICATION_ID = 507
    and not exists (
              select 'X'
               from "APEX$ARCHIVE_CONTENTS" "APEX$ARCHIVE_CONTENTS",
                    "APEX$ARCHIVE_HEADER" "APEX$ARCHIVE_HEADER"
               where "APEX$ARCHIVE_HEADER".ID="APEX$ARCHIVE_CONTENTS".HEADER_ID
                 and "APEX$ARCHIVE_HEADER".WORKSPACE_ID = a.WORKSPACE_ID
                 and "APEX$ARCHIVE_CONTENTS".APP_ID = a.APPLICATION_ID
                 and "APEX$ARCHIVE_HEADER".CREATED > a.last_updated_on)

Quellcode 2: Änderungen berücksichtigen

Jetzt können Sie diese Erkenntnisse in Form einer Prozedur in der Datenbank speichern.


create or replace procedure back_app
(p_app_id number)
is
  l_hdr_id number;
  l_workspace_id number;
  l_archive_name varchar2(200);
BEGIN

for c in (select WORKSPACE_ID, APPLICATION_NAME
           from APEX_APPLICATIONS a
          where APPLICATION_ID = p_app_id
            and not exists (
                 select 'X'
                  from "APEX$ARCHIVE_CONTENTS" "APEX$ARCHIVE_CONTENTS",
                       "APEX$ARCHIVE_HEADER" "APEX$ARCHIVE_HEADER"
                   where "APEX$ARCHIVE_HEADER".ID = "APEX$ARCHIVE_CONTENTS".HEADER_ID
                     and "APEX$ARCHIVE_HEADER".WORKSPACE_ID = a.WORKSPACE_ID
                     and "APEX$ARCHIVE_CONTENTS".APP_ID = a.APPLICATION_ID
                     and "APEX$ARCHIVE_HEADER".CREATED > a.last_updated_on))
loop
  l_workspace_id := c.WORKSPACE_ID;
  l_archive_name := c.APPLICATION_NAME;

  l_hdr_id := apex_cloud_archive.create_header(
               p_workspace_id => l_workspace_id ,
               p_version => 1,
               p_archive_name => l_archive_name || to_char(sysdate,'dd.mm.yyyy'),
               p_comments => '' );

apex_cloud_archive.archive_applications(
               p_workspace_id => l_workspace_id ,
               p_header_id => l_hdr_id,
               p_application_id => p_app_id );
end loop;

END;

Quellcode 3: Prozeduren back_app

Um nun eine Anwendung zu archivieren genügt folgender Aufruf.

BEGIN
  back_app(507);
END

Quellcode 4: Anwendung archivieren

Sicherungen Automatisieren  mit dem dbms_scheduler

Gerade im Rahmen der Entwicklung einer Anwendung ist es oft nützlich, auf ältere Versionen einer Anwendung zurückgreifen zu können. Um das Archivieren nicht immer manuell anstoßen zu müssen, können Sie die eben konzipierte Prozedur back_app über einen Scheduler ausführen. Am einfachsten geht das über das Package dbms_schedule.


BEGIN
  DBMS_SCHEDULER.CREATE_JOB (
     job_name => 'my_backup_job1',
     job_type => 'PLSQL_BLOCK',
     job_action => 'BEGIN back_app(507); END;',
     start_date => sysdate,
     repeat_interval => 'FREQ=DAILY; BYHOUR=10,15,20;',
     end_date => sysdate + 1,
     enabled => TRUE,
     comments => 'sample app');
END;
/

Quellcode 5: Regelmäßige Sicherung

In diesem Beispiel wird die Anwendung 507 jeden Tag um 10:00, 15:00 und 20:00 immer dann gesichert, wenn die Anwendung seit der letzten Archivierung geändert wurde.

Um nun eine Anwendung wieder herzustellen, gehen Sie wie in Teil 2 dieser Reihe beschrieben vor.

Beitragsübersicht

 

Neue Funktionen zum 18ten – Oracle APEX 18.1 Early Adopter 2

Oracle “feiert” den 18 Geburtstag von Apex mit der Veröffentlichung der Version 18.1. Unter https://apexea.oracle.com können Sie diese Version ausprobieren. Die passenden Beta-Doku gibt es auch schon.

Darüber hinaus gibt es eine Vorabversion der Javascript-API-Dokumentation.

Die Version 18.1 erweitert die Funktionen der Version 5.2 in diversen Bereichen. In den Releasenotes listet Oracle  diese auf. Im Folgenden finden Sie eine erste Zusammenfassung interessanter Punkte und erste Impressionen dazu.

Oracle REST-Data Services

Im Bereich des REST-Services sind einige, gerade im Cloud Bereich nützliche Neuerungen dazu gekommen.

REST-Data Services

Über das PL/SQL Package APEX_EXEC lassen sich SQL-Queries und PL/SQL Blöcke in entfernten Oracle-Datenbanken aufrufen.

In den Shared Components können Sie jetzt die Referenzen der zu konsumierenden  REST-Services (Web Source Modules) verwalten. Diese Web-Sources sind als Datenquelle in verschiedenen Regionen und Items verwendbar. Durch die verbesserte Funktionalität können auch nicht Oracle-Datenbank Systeme in APEX- Anwendungen einfacher integriert werden.

App-Wizzard

Wie bereits in der Version 5.2 erkennbar war, wurde der App-Wizzard deutlich umgestaltet. Neben einem kompakteren Design, bietet er jetzt die Möglichkeit aus einer reichhaltigen Palette komplette Features wie den Zugriff auf die Benutzerverwaltung, Zugriffsstatistiken, eine (neue) Feedback-Funktion, usw. in eigene Anwendungen zu integrieren.

App-Wizzard APEX 18.1 EA
App-Wizzard APEX 18.1 EA

In der Anwendung finden sich diese dann in einem eigens erstellten Menüpunkt “Administration”.

APEX-APP Eigenschaften

JET Charts

Es wurden diverse neue JET Charts in die neue APEX Version eingebaut. Sie können sich eine wirklich schöne Übersicht der echt beachtlichen Chart-Type über die Packaged Application “Sample Charts” verschaffen.

Packaged Application: Sample Charts

Das neue APEX  18.1 bringt jetzt z.B. Pyramiden-Charts mit.

Oracle JET: Pyramid

Auch Box-Plots sind nun mit an Bord:

Oracle JET: Box Plot

Interaktives Grid

Auch bei dem Interaktiven Grid gibt es interessante Neuerungen.

Es wird nun des Herunterkopieren von Daten unterstützt.
Auch das Kopieren in die Zwischenablage (für Zeilen- oder Zellbereichsselektionen) ist jetzt möglich.

Interaktives Grid: Copy to Clipboard

 

 

Oracle Application Express – Quick SQL

Low Code Entwicklung von Datenmodellen mit Quick SQL, einer APEX Packaged Application.

Oracle bietet im Rahmen seiner Entwicklungsumgebung APEX sogenannte Packaged Applications. Bei diesen Anwendungen handelt es sich zum Einen um Bespielanwendungen zum Anderen aber auch um produktiv nutzbare Systeme.

Eine dieser Anwendungen ist Quick SQL.

Quick SQL einrichten

Die Installation von Quick SQL geht zügig von der Hand. In APEX angemeldet, klicken Sie auf den Menüpunkt Packed Application.

APEX Packaged Application (Mitgelieferte Anwendungen)

Nun können Sie in der sich öffnenden Übersicht die Packaged Application Quick SQL auswählen.

Quick SQL auswählen

Neben einer Kurzbeschreibung finden Sie auf der sich öffnenden Seite die Schaltfläche Installieren. Folgen Sie dem Installationsassistenten. Fertig.

Starten Sie die Anwendung das erste mal, können Sie sich mit dem bei der Installation gewählten Authentifizierungsverfahren an Quick SQL anmelden. Bei dem ersten Start, müssen Sie noch einige Parameter prüfen und bei Bedarf anpassen. Das stellt sich wie in folgender Abbildung  dar.

QuickSQL einrichten

Datenmodell mit Quick SQL entwerfen

Quick SQL gliedert sich in  zwei Bereiche. Links können Sie sehr kompakt Tabellen und ihre Relationen zueinander definieren.

Rechts wird bei jeder Änderung das zugehörige DDL (Data Definition Language) Skript erzeugt.

Benutzeroberfläche QuickSQL

Als einfaches Beispiel soll ein Datenmodell für ein Projektplanungstool dienen.

Tabellen werden einfach durch die Eingabe des Tabellennamens deklariert. Die zugehörigen Spalten rücken Sie einfach in den folgenden Zeilen ein.

Datenmodell Projektplanung

Quick SQL Eigenschaften

Schauen Sie sich das erzeugte DDL-Script näher an, so sehen Sie, dass eine ID-Spalte als künstlicher Schlüssel erzeugt wurde.  Diese Spalte wird über einen Trigger gefüllt. Auch gibt es mehrere Spalten, in denen Audit-Informationen gespeichert werden. Diese Spalten können beim Einsatz der Tabelle in einer APEX-Anwendung sogar mit den APEX-Account über einen Trigger belegt werden. Dies sind nur zwei Beispiele, die Ihnen Quick SQL bietet. Festlegen können Sie die Generierung dieser Funktionen in den Eigenschaften von Quick SQL.

Quick SQL Eigenschaften

Die Abbildung zeigt nur einen Teil der Möglichkeiten. So können Sie z.B. allen Tabellen einen Präfix voran stellen, Änderungen automatisch über einen Trigger in einer Audit-Tabelle protokollieren und noch vieles mehr erledigen lassen. Nehmen Sie sich Zeit, um diese Möglichkeiten in Gänze kennen zu lernen.

Relationen

Jedem Projekt sollen in dem gezeigten Beispiel n ToDos zugeordnet werden können. Also eine einfache 1:n Beziehung.

Um diese abhängige Tabelle zu erzeugen, geben Sie auf der Ebene der Spalten zunächst ToDos als neuen Tabellennamen ein. In den nächsten Zeilen rücken Sie die Spaltenbezeichner um eine weitere Ebene tiefer ein. Quick SQL erweitert das DDL-Script um die Tabelle ToDos und fügt eine Fremdschlüsselspalte project_id ein.  Neben der Spalte wird auch sofort ein foreign key constraint erzeugt.

Relationen erzeugen

Syntax and Examples

Nähere Informationen über die sehr umfangreichen Möglichkeiten von Quick SQL verbergen sich hinter dem Link Syntax and Examples in der Anwendung.

Fazit

Quick SQL bietet als Low Code Entwicklungstool durch die Nutzung von Konventionen eine enorme Geschwindigkeit bei der Erstellung eines Datenmodells. Auch für nicht APEX-Entwickler verdient diese Anwendung eine genauere Betrachtung.